Mitte Juni luden der Kanton Schwyz und das KOBO ein, die Bodenprofile im Projektgebiet Tuggen zu besichtigen, zu befühlen und zu beriechen. Bewirtschafter:innen und Grundeigentümer:innen, Vertreter:innen der klimafitten Landwirtschaft, Kantonsangestellten und dem landwirtschaftlichen Kontrolldienst nahmen am Erfahrungsaustausch teil.
Über 60 Teilnehmer:innen besichtigten verschiedene Bodenprofile und erfuhren mehr über die bodenbildenden Prozesse in der Linthebene. Dabei befühlten sie auch Bodenproben und hatten die Möglichkeit, Profile nach verschiedenen Faktoren beurteilen.
Die Teilnehmer:innen waren daran interessiert, wie gut sich die verschiedenen Böden für die Landwirtschaft eignen und ob Massnahmen ergriffen werden können, um die Böden fitter für die Landwirtschaft zu machen. Verallgemeinernd lässt sich sagen, dass sich die Böden in Tuggen gut für Futterbau eignen, weil sie einen guten Wasserhaushalt und eine gute Gründigkeit aufweisen. Eine Herausforderung im Gebiet ist die eingeschränkte Wasserverfügbarkeit entlang des ehemaligen Flusslaufs der Linth. Ausserdem war die Verdichtung ein Thema. Sie entstand einerseits durch Versackungen im Boden und andererseits durch Maschinen. Besonders betroffen sind Teilbereiche mit schluffigen Böden.
Schliesslich war auch die Nase der Teilnehmer:innen gefordert. An gewissen Orten fanden einige Teilnehmer:innen, dass es streng nach faulen Eiern roch. Verantwortlich dafür ist die Bodenschicht, die ständig im Grundwasser steht. In diesem Profil haben die Bodenkundler:innen, sogar eine Schicht mit Torf entdeckt. Allerdings ist dies der einzige Ort in dem rund 250 Hektar grossen Untersuchungsgebiet.
Das KOBO dankt dem Kanton Schwyz, namentlich Janina Siegwart, für die hervorragende Organisation des Anlasses. Ein herzliches Dankeschön geht auch an Stefan Oechslin und Iwan Vitins von der myx GmbH für ihre anschaulichen und einfach verständlichen Erklärungen der bodenbildenden Prozesse in der Linthebene.