Sollen Gebiete in der Grösse eines Kantons kartiert werden, sollte eine Vorgehensweise gewählt werden, die den qualitativen Ansprüchen einer Kartierung genügt und ein effizientes Vorgehen verspricht. Das KOBO schlägt als Möglichkeit sogenannte Pedozonen vor. Zusammen mit dem Kanton Freiburg hat es diese Vorgehen erstmals getestet.
Was sind Pedozonen?
Pedozonen fassen Gebiete mit ähnlichen Böden und vergleichbaren Standortbedingungen zusammen. Dazu gehören unter anderem Relief, Klima, Geologie und Landnutzung. Innerhalb einer Pedozone ähneln sich die Böden stärker als zwischen verschiedenen Pedozonen. Eine Pedozone ist in der Regel zwischen 100 und 500 Quadratkilometer gross.
Warum Pedozonen ?
- Feldarbeiten gezielt planen: Pedozonen erleichtern die Planung von Kartierungen. Landnutzung, Kulturen, Zugänglichkeit und Höhenlage können frühzeitig berücksichtigt werden. Dadurch lassen sich Feldarbeiten besser über das Jahr verteilen und koordinieren.
- Bodendaten vereinheitlichen: Kartierer:innen arbeiten innerhalb einer Pedozone in vergleichbaren Landschaften. So können sie sich auf die relevanten bodenbildenden Faktoren konzentrieren. Das führt zu einheitlicheren Bodendaten.
- Qualitätssicherung stärken: Pedolog:innen können sich gezielt innerhalb der Pedozonen eichen und Feldarbeiten etappiert durchführen. Dadurch wird die Qualität der Kartierung verbessert.